Olivenöl - Ölsäure Ω9

 
 

Die MAcht des Olivenöls

Ölsäure Ω9 & Oliven-Polyphenole

Die mediterrane Diät gilt nicht ohne Grund als eine der gesündesten Ernährungsformen der Welt. Sie verbindet Genuss mit Wissenschaft: viel frisches Gemüse, hochwertiges Olivenöl, Fisch und aromatische Kräuter – einfach, ausgewogen und alltagstauglich. Zahlreiche Studien zeigen, dass diese Ernährungsweise Herz und Gehirn schützt, Entzündungen reduziert und das Risiko für viele chronische Erkrankungen senken kann.

Ein zentraler Bestandteil der mediterranen Ernährung ist hochwertiges Olivenöl (nativ extra), idealerweise kalt gepresst. Die Wissenschaft untersucht seit Jahren die im Olivenöl enthaltenen Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffe – mit erstaunlichen Ergebnissen. Besonders deutlich zeigen sich die positiven Effekte auf Stoffwechsel, Zellgesundheit und Muskulatur.

Warum hochwertiges Olivenöl deinem Stoffwechsel wirklich guttut

1. Reich an Ölsäure (Omega-9) (1)
Ölsäure ist die Hauptfettsäure im Olivenöl. Muskelzellen können sie besonders effizient und vollständig verbrennen. Dadurch entsteht weniger „Stoffwechselstress“, und die Mitochondrien – unsere zellulären Kraftwerke – bleiben belastbar und gesund.

2. Aktiviert zelluläre „Gesundschalter“ (2)
Bestimmte Signalwege wie AMPK und PGC-1α – wichtige Regler für Energieproduktion, Regeneration und Fettverbrennung – werden durch Olivenöl-Fettsäuren positiv beeinflusst.
Diese Schalter sorgen dafür, dass Zellen mehr Energie produzieren, sich besser reparieren und insgesamt widerstandsfähiger werden.

3. Pufferwirkung gegenüber ungünstigen Fettsäuren (2)
Olivenöl kann die negativen Effekte anderer Fettsäuren, etwa aus stark verarbeiteten Lebensmitteln, abschwächen. Das schützt Stoffwechsel, Blutgefäße und Zellen vor übermäßigem oxidativem Stress.

4. Schutz durch Oliven-Polyphenole (3)
Die Polyphenole im nativen Olivenöl extra wirken stark antioxidativ. Sie neutralisieren freie Radikale, wirken entzündungshemmend und entlasten so die Mitochondrien.

5. Unterstützung der Schilddrüsenfunktion (4)
Die Kombination aus Ölsäure und Polyphenolen kann die Bildung des aktiven Schilddrüsenhormons T3 begünstigen. T3 gilt als „Chefhormon“ der Mitochondrien: Es steigert ihre Aktivität, kurbelt den Stoffwechsel an und fördert die Fettverbrennung.

Praktische Tipps für den Alltag

  • 1–2 Esslöffel hochwertiges natives Olivenöl extra täglich sind eine gute Orientierung.

  • Bevorzugt kalt verwenden (z. B. über Salat, Gemüse oder Brot) oder nur mild erhitzen.

  • Achte auf Bio-Qualität, frische Ernte, dunkle Glasflasche und idealerweise eine Sensorik-Angabe (fruchtig, bitter, scharf) – sie weist auf einen hohen Polyphenolgehalt hin.

  • Ideal kombinierbar mit Gemüse, Kräutern, Hülsenfrüchten und klassischen mediterranen Gerichten.

Literatur:

(1) Lim, J. H., Gerhart-Hines, Z., Dominy, J. E., Lee, Y., Kim, S., Tabata, M., ... & Puigserver, P. (2013). Oleic acid stimulates complete oxidation of fatty acids through protein kinase A-dependent activation of SIRT1-PGC1α complex. Journal of Biological Chemistry, 288(10), 7117-7126.

2) Palomer Tarridas, F. X., Pizarro Delgado, J., Barroso Fernández, E., & Vázquez Carrera, M. (2018). Palmitic and oleic acid: The Yin and Yang of fatty acids in type 2 diabetes mellitus. Trends in Endocrinology and Metabolism, 2018, vol. 29, num. 3, p. 178-190.

3) Komiya, Y., Iseki, S., Ochiai, M., Takahashi, Y., Yokoyama, I., Suzuki, T., ... & Arihara, K. (2024). Dietary oleic acid intake increases the proportion of type 1 and 2X muscle fibers in mice. Scientific reports, 14(1), 755.

4) Pang, K. L., Lumintang, J. N., & Chin, K. Y. (2021). Thyroid-modulating activities of olive and its polyphenols: A systematic review. Nutrients, 13(2), 529.

Bildquelle: https://unsplash.com/de/@reo